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	<title>Streiflichter Archive - streiflichter</title>
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	<description>Die Welt. Die Kamera. Und Wir.</description>
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	<title>Streiflichter Archive - streiflichter</title>
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		<title>Not4Sale schwiizt: eine jazzige Bilderreise durch die Schweiz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Feb 2024 15:14:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Streiflichter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Projekt ist etwas ganz Besonderes für uns. Denn wir lieben es, auf ein Ziel hinzuarbeiten und unsere Bilder mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/not4sale-schwiizt-eine-jazzige-bilderreise-durch-die-schweiz/">Not4Sale schwiizt: eine jazzige Bilderreise durch die Schweiz</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieses Projekt ist etwas ganz Besonderes für uns. Denn wir lieben es, auf ein Ziel hinzuarbeiten und unsere Bilder mit Musik zu verbinden. So hat uns der Luzerner Jazzchor angefragt, ob wir ihr Konzert mit unseren Fotografien untermalen möchten. Wir waren sofort Feuer und Flamme für dieses einzigartige Vorhaben.</strong></p>
<p class="sqsrte-large">Zusammen mit dem 40-köpfige JazzChor Not4Sale entführen wir die Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine musikalische Reise durch die Schweiz. Ureigentümliche, eingängige, spührige und bodenständige Musikstücke und Bilder gehen unter die Haut und lassen Herzen höher schlagen. Durch unsere Fotografien erhält die Musik noch eine besondere Note, und umgekehrt werden Bilder durch Musik zum Leben erweckt. Simone Felber wird durch wunderschönen Gesang und Jodel überraschen. Begleitet wird der Chor durch Marc Hunziker, Klavier, Adrian Würsch, Schwyzerörgeli und Laura Cesar, Bass. Es ist ein Konzert für alle Sinne, von leidenschaftlichen Menschen für Menschen, die mit unserer Heimat, der Musik, dem Schönen und der Freude verbunden sind.</p>
<p>Dieses Projekt begleitet uns seit einem Jahr. Wir sind dafür mehrmals an wunderschöne Orte in unserem Land gereist, z. B. zum <a href="https://streiflichter.ch/galerieseite/freilichtmuseum-ballenberg/">Freilichtmuseum Ballenberg</a>, ins Emmental, zum <a href="https://streiflichter.ch/galerieseite/aelplerfest-lenk/">Älplerfest in der Lenk im Simmental</a> oder nach <a href="https://streiflichter.ch/galerieseite/naturpark-gantrisch/">Guggisberg, zu Vrenelis und Hansjoggelis Heimat</a>. Weitere Bilder unserer zahlreichen Fotostreifzügen in der Schweiz kommen zum Einsatz.</p>
<p>Wir freuen uns sehr auf die <strong>Konzerte</strong> <strong>mit Bilderreise</strong> vom:</p>
<p><strong>Samstag, 2. März 2024, 20 Uhr </strong></p>
<p><strong>Sonntag, 3. März 2024, 17 Uhr </strong></p>
<p><strong>in der Matthäuskirche Luzern.</strong></p>
<p>Tickets können auf der Webseite<a href="https://www.not4sale.ch/tickets" target="_blank" rel="noopener"> www.not4sale.ch/tickets</a> gekauft werden.</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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		<title>Venedig: momenti magici</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2022 21:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Streiflichter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie schön ist das denn! Wieder einmal verreisen wir mit dem Zug ins nahe Ausland. Venedig steht auf unserem Streifliechtli-Reiseprogramm. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie schön ist das denn! Wieder einmal verreisen wir mit dem Zug ins nahe Ausland. Venedig steht auf unserem Streifliechtli-Reiseprogramm. Die Corona-Massnahmen sind in Italien immer noch strenger als in der Schweiz; wir sind gespannt. Wir hoffen, in Venedig weniger Menschen anzutreffen als in &#8222;normalen&#8220; Zeiten. Ob unsere Rechnung aufgeht? </strong></p>
<p class="sqsrte-large">Jein, diese Idee hatten andere Leute auch. So passen wir unser Programm an, stehen in aller Herrgottsfrühe auf, um dem Touristenstrom zu entkommen und den menschenverlassenen Markusplatz sowie die wunderschönen Orte am Wasser vor allem in der Morgenstimmung zu geniessen. Wir logieren in einer herzigen Wohnung inmitten des verwinkelten Kanalsystems. Das grosse Wohnzimmer ist sehr praktisch, denn so können wir unser ganzes Fotoequipment (drei Rucksäcke, Stative, Ladegeräte, Filter, Objektive usw.) ausbreiten. Praktisches Fortbewegungsmittel sind die Touristenschiffe auf den Hauptkanälen und zwischen den Inseln. Wenn man schlau und in der Balance steht oder am Botsrand sitzen kann, hat man zum Fotografieren freie Sicht auf die malerischen Gebäude.</p>
<p class="sqsrte-large">Am zweiten Tag, nach dem Morgenshooting um 4.30 Uhr, fahren wir mit dem Schiff nach Burano. Die vielen kleinen Boote mit ihren sportlichen Ruderleuten faszinieren uns. Die Kombination vom einsamen Boot und verblasstem Horizont ist ein fotografischer Leckerbissen, den man mit allen Sinnen geniesst. Übrigens: In der Lagunenstadt joggt man nicht am Morgen, man rudert in elegantester Art und Weise über die tanzenden Wellen, dem Horizont entgegen.</p>
<p class="sqsrte-large">Burano. Die kleine Insel mit den farbigen Häuschen wurden zwar schon millionenfach fotografiert, dennoch ist es ein Highlight, das einzigartige Dorf zu entdecken. Tiefes Blau, Smaragdgrün, sprühendes Orange, kräftiges Lila&#8230; Wäscheleinen, die die Häuserfassaden säumen und so viele kleine Dinge, die die Szenerie lebendig machen. Ob die Menschen in Burano wohl glücklicher sind als anderswo? Der Abend in Venedig nach diesem herrlichen Ausflug ist wundervoll. Ein ganz feiner Nebel hüllt die Wasseroberfläche wie Watte ein. Momento magico. Wir tuckern mit dem Boot an ein schönes Ufer (wir lieben diese Taxifahrten mit Wind im Haar), stellen unsere Stative auf und fotografieren die mystische Stimmung mit Sonnenuntergang. Da hat es jemand da oben sehr gut gemeint mit uns&#8230; Danke!</p>
<p class="sqsrte-large">Unser Ausflug ist wunderschön, nicht nur zum Fotografieren, sondern auch für unsere Freundschaft.</p>
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    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie Venedig</span>
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    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie Burano</span>
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<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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		<title>Gasterntal und Lötschental: Sterne, Fels, Wasser und Hockey</title>
		<link>https://streiflichter.ch/gasterntal/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2022 13:48:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astro]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Streiflichter]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dieses Wochenende freuen wir uns alle sehr, ist es doch das erste längere Fotoreisli der Streiflichter nach Corona &#8211; [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/gasterntal/">Gasterntal und Lötschental: Sterne, Fels, Wasser und Hockey</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf dieses Wochenende freuen wir uns alle sehr, ist es doch das erste längere Fotoreisli der Streiflichter nach Corona &#8211; ohne Schutzmaske. Wir erkunden im Berner Oberland das Gasterntal. Danach geht es durch den Lötschberg nach Goppensteig, wo wir nach links abbiegen und das Lötschental im Wallis erkunden. </strong></p>
<p>Alles weitere erzählen wir euch später. Nur so viel: Wir haben den Sternenhimmel inmitten eines Sternschnuppen-Feuerwerks fotografiert, konnten kaum schlafen wegen dem &#8222;Gesäge&#8220; einer ganzen Eishockey-Mannschaft und haben per Zufall einen sehr abenteuerlichen Privatchauffeur im Gasterntal gefunden, der uns vor langen Marschkilometern mit schwerem Rucksack verschont hat.</p>
<p>Im magischen Lötschental hat uns Karin den umwerfenden Sonnenaufgang in Pastell am Grundsee auf der Fafleralp gezeigt. Nach einem herzaften Frühstück ging es nach Kippel, wo wir das urtümliche Walliserdorf fotografisch festhielten.</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<a itemprop="url" href="https://streiflichter.ch/galerieseite/mystische-taeler1_gasterntal/" target="_self"  class="qodef-btn qodef-btn-large qodef-btn-solid"  >
    <span class="qodef-btn-text">Gasterntal Bildergalerie anschauen</span>
    <i class="qodef-icon-font-awesome fa  " ></i></a>
<p>&nbsp;</p>
<a itemprop="url" href="https://streiflichter.ch/galerieseite/mystische-taeler2-loetschental/" target="_self"  class="qodef-btn qodef-btn-large qodef-btn-solid"  >
    <span class="qodef-btn-text">Lötschental Bildergalerie anschauen</span>
    <i class="qodef-icon-font-awesome fa  " ></i></a>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/gasterntal/">Gasterntal und Lötschental: Sterne, Fels, Wasser und Hockey</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
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		<title>Happy birthday im Tierpark Goldau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2022 13:27:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Streiflichter]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Irene]]></category>
		<category><![CDATA[Karin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/goldau/">Happy birthday im Tierpark Goldau</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p><strong>Aus drei Gründen ist heute ein wunderbarer Tag: Erstens hat Conny an diesem Mittwoch Geburtstag, zweitens knistern die Emotionen des &#8222;Schuelreislis&#8220; mitten unter der Woche, drittens regnet es. Für unser Vorhaben, im Tierpark Art Goldau zu fotografieren, ideal. Denn an diesem Tag wird es bestimmt nicht viele Leute haben.</strong></p>
<p>Unseren Vormittag im Tierpark haben wir, mit Tierfutter bestückt, sehr genossen. Jieuuuuu, dieses Wort war mehr als einmal zu hören. Wir hielten die Augen offen: Entzückende Eidechsen, Rehkitze, der Storch mit seinem orangen Schnabel, Schweinchen, Eulen, Uhus, Ziegen, der Bär und Vögel &#8211; eine grosse Tierwelt war versammelt. Die frische Luft tat sehr gut, und unser Zusammensein sowieso. Es ist wunderschön, sich nach der Pandemie an die fotografische Normalität heranzutasten&#8230; Wir beschliessen, unser Jahresreisli im August zu planen. Wo wird uns die Reise wohl hinführen?</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<a itemprop="url" href="https://streiflichter.ch/galerieseite/mittwochs-im-tierpark-goldau/" target="_self"  class="qodef-btn qodef-btn-large qodef-btn-solid"  >
    <span class="qodef-btn-text">Tierpark Goldau</span>
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</div></div></div></div>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/goldau/">Happy birthday im Tierpark Goldau</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
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		<item>
		<title>Glarus: Die konsequente Inkonsequenz</title>
		<link>https://streiflichter.ch/blog-glarus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 14:16:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daumen unten für die Wetterprognosen über Auffahrt. Regen in der ganzen Schweiz. Doch halt: Dank Föhneinfluss haben wir im Glarnerland [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/blog-glarus/">Glarus: Die konsequente Inkonsequenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daumen unten für die Wetterprognosen über Auffahrt. Regen in der ganzen Schweiz. Doch halt: Dank Föhneinfluss haben wir im Glarnerland ein kleines Fleckchen &#8222;Wolke-mit-Sonne-Gemisch&#8220; entdeckt. Also gehts ab ins Glarnerländle, in ein Gebiet, das wir kaum kennen. Das Frühlings-Streifzügli wird zu einem Ausflug, bei dem vieles überraschend und wenig so wie erwartet geschieht. Zusammenfassend könnte man sagen: &#8222;Dieser Streifzug ist eine konsequente Inkonsequenz.&#8220; Es beginnt schon damit, dass wir den Glarnerland-Ausflug zu einem guten Stück im St. Gallischen verbracht haben. </strong></p>
<p>Auf dem Weg Richtung Glarus besuchen wir zum Auftakt das Wengital mit dem Wengibach (SG), der bekannt ist für seine schönen Bachverläufe und Wasserfälle. Auf 1’000 Metern über Meer kommt uns unterwartet der Schnee in die Quere. Der Parkplatz ist unter einer dicken Frühlingsschneeschicht begraben, vor uns packt ein Mann seine Tourenski aus und gleitet Richtung Sper davon. Hallo? Wir haben zwar unsere Wanderschuhe an, doch eine Gleitpartie auf dem Eis ist das Letzte für unsere wertvollen Kameras und unsere Hintern. Nach einem halbstündigen Marsch resignieren wir und brechen unsere erste Übung ab. Nach dem langen Winter wollen wir nun endlich den Frühling spüren. So finden wir weiter unten am Bach einen kleinen Swimming-Pool, an dem wir uns fotografisch verweilen können. Das Licht ist grell und wir sinnieren, dass es wohl interessanter ist, den Bachverlauf bei Regenwetter zu fotografieren. Lichtmässig sind wir so richtig «schnäderfräsig» geworden. Regnet es, rümpfen wir die Nase, ist das Wetter zu sonnig, ist die Welt auch nicht in Ordnung. Wie inkonsequent!</p>
<p>Die Reise in Connys Bussli geht später weiter Richtung Näfels. Hier erspähen wir im letzten Moment die Tafel zu unserem zweiten Ziel Obersee. Heieiei, die Fahrt auf der steilen, engen Bergstrasse hat es in sich. Wir hoffen inständig, dass wir kein Auto kreuzen müssen. Mit unserem Bussli rückwärts zu einer breiteren Stelle zu fahren würde uns Mädels wohl den Puls auf 200 befördern. Hier muss betont werden, dass Conny eine bravouröse Autolenkerin ist und die schäbigste Konserve wohl über die holprigste sibirische Nebenstrasse chauffierte. Wir haben volles Vertrauen in ihre Fahrkünste, aber zu eng ist einfach zu eng, das schleckt keine Geiss weg. Der Obersee präsentiert sich als wunderschönes Naturparadies. Auch hier ist das Licht zu grell, um schöne Bilder zu schiessen. Und so geniessen wir einfach die malerische Gegend ganz nach dem Motto: Die Welt gehört dem, der sie geniesst!</p>
<p>Den föhnig-stürmischen Abend verbringen wir in Walenstadt am Seeufer (SG). Bombastisch, wie das Wasser ans Ufer schlätzt und der stürmische Wind die Regenwolken am bedrohlich dunklen Himmel in Schach hält. Mit einem wehmütigen Blick auf eine verlassene Restaurantterrasse beschliessen wir, unseren Fototag ohne Schlummertrunk zu beenden. Die Gaststätten sind wegen Corona immer noch geschlossen.</p>
<p>Mit kleinen Äuglein, aber voller Tatendrang stehen wir am nächsten Morgen um fünf Uhr pünktlich auf der Matte. Auf geht’s an den Klöntalersee. KlöntalerSEE? Dieser entpuppt sich an diesem Frühlingstag als KlöntalerPFÜTZE. Wo ist nur das Wasser geblieben? Wir haben nicht bedacht, dass um diese Jahreszeit das Wasser im Stausee Mangelware ist. Ein bisschen traurig sind wir schon; sooo früh sind wir aufgestanden für sooo wenig Wasser. Nach einer kleinen Wanderung auf dem sandig-lehmigen Seegrund finden wir doch noch Wasser, in dem sich die Bergspitzen glasklar spiegeln. Mystische Nebelschwaden serviert uns irgendeine höhere Macht und das goldene, zarte Sonnenlicht ist ein Zauber. Die ungewohnte Perspektive mitten im See macht den Moment sehr speziell. Wir haben die Not zur Tugend gemacht, unsere Laune gipfelt in Hochform. Der Wasserfall weiter hinten im Tal ist ein toller Abschluss unseres Fotomorgens. Z’Mörgele im Hotel ist nun angesagt und wir werden mit dem besten Rührei, mit knusprigem Zopf und mit ganz viel Aufmerksamkeit und Sympathie im Hotel Schützenhof bei der Familie Stöckli bewirtet. Vielen, vielen Dank!</p>
<p>Unseren Steifzug schliessen wir nach dem leckeren Frühstück mit dem Besuch des Kantonshauptortes Glarus ab. Wir fotografieren das herzige Städtchen, bevor der Föhn nach seinem langen Kampf zusammenbricht. Die ersten Regentropfen erinnern uns daran, dass es rund um Glarus in der ganzen Schweiz seit Stunden in Strömen regnet. Tja, wenn Streiflichter reisen, dann wird einiges zur konsequenten Inkonsequenz.</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
<a itemprop="url" href="https://streiflichter.ch/galerieseite/fruehlingsabstecher-ins-glarnerland/" target="_self"  class="qodef-btn qodef-btn-large qodef-btn-solid"  >
    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie Glarnerland</span>
    <i class="qodef-icon-font-awesome fa  " ></i></a>
<a itemprop="url" href="https://streiflichter.ch/galerieseite/stadt-glarus/" target="_self"  class="qodef-btn qodef-btn-large qodef-btn-solid"  >
    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie Stadt Glarus</span>
    <i class="qodef-icon-font-awesome fa  " ></i></a>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/blog-glarus/">Glarus: Die konsequente Inkonsequenz</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
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		<title>Frühlingserwachen in Bern</title>
		<link>https://streiflichter.ch/blog-bern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2021 10:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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		<category><![CDATA[Street Photography]]></category>
		<category><![CDATA[Streiflichter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So wie ihr eure To-do-Listen führt, liebe Leserinnen und Leser, haben auch wir eine. Unsere Querbeetliste ist voll mit Ideen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/blog-bern/">Frühlingserwachen in Bern</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So wie ihr eure To-do-Listen führt, liebe Leserinnen und Leser, haben auch wir eine. Unsere Querbeetliste ist voll mit Ideen für Fotospots, beginnt in Andalusien und endet beim Tümpel hinter dem Haus. Und so stehen auch 26 Kantonshauptstädte drauf. Mit Delémont und Luzern haben wir schon zwei (!) im Fotichäschtli, jetzt kommt die Dritte! Wenn wir dann in ein paar Jährchen pensioniert sind und unsere Ausrüstung aufgrund des Gewichts im Rollköferli über die Pflastersteine schleppen, haben wir hoffentlich alle 26 Städte fotografisch dokumentiert.</strong></p>
<p>Frühmorgens um 5.30 Uhr zieht es uns am Karfreitag in unsere ehrwürdige Bundeshauptstadt Bern, und zwar in den Rosengarten. Dort sollen die Kirschblüten in voller Pracht stehen.</p>
<p>Friedlich und verlassen wirkt der Rosengarten so früh am Morgen. Das freundliche «Grüeeessech» einer vorbeispazierenden Frau weckt die Geister definitiv in mir. Habe ich richtig gehört? <strong>«Grüeeessech»</strong>. Ein persönlicher Morgengruss in der Stadt; das ist in Luzern eine Rarität. Der Tag beginnt gut! Die Blütenpracht ist bezaubernd, das Morgenlicht tränkt die Stadt in Gold und unterstreicht den speziellen Moment. Nach dem Warm-up im Rosengarten duftet es auf dem verlassenen Parkplatz vor dem Bärengraben nach Morgenkaffee. Bald kann die Fotowanderung beginnen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Rosengarten – Bärengraben – Mattequartier – Aarebrücke – Bundesterrasse – Nydeggbrücke – entlang der Aare zurück zum Rosengarten.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Spaziergang rund ums Bundeshaus beeindruckt uns sehr. Hier hängen zum Beispiel Bilder unserer Bundesrätinnen und Bundesräte an den Hauswänden. Eine Schar quirlige Kinder rätselt, wie sie wohl alle heissen – Alltagsbeobachtungen, die witzig sind. Überhaupt: Ich finde es immer wieder faszinierend, wie öffentlich zugänglich der Ort doch ist. Jedermann kann sich auf der Bundeshausterrasse sonnen, die Kids spielen auf dem Bundeshausplatz, Hunde balgen sich im Brunnen, Turmfalken zanken sich unter dem goldgrünen Bundeshausdach und scheren sich einen Teufel, ob Herr Bundesrat Cassis grad ein Zoommeeting abhält und wegen dem lärmigen Vogelgeschrei sein virtuelles Vis-à-vis in Brüssel nicht mehr versteht. Es ist ein Ort für alle, was mich stolz macht.</p>
<p>Apropos Streetfotografie: Das ist so eine Sache mit Corona. Denn wir diskutieren miteinander, dass der heutige Fotostreifzug irgendwie anders ist. Sind es die geschlossenen Restaurants und Läden und damit das fehlende Treiben in der Stadt? Ist es das gewisse Etwas, die kleinen Dinge, die Mimik der Gesichter hinter den Masken, die fehlen? Oder ist die Energie der Menschen nicht im Fluss?</p>
<p>Dennoch haben wir ein paar schöne Bilder zusammengestellt – besonders jene im Rosengarten mit den Kirschblüten sind traumhaft geworden. Pittoresk finden wir  aber auch das Aareufer und der Blick auf die Häuser des Mattequartiers oder die monumentalen Brücken.</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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		<title>Jura: Lac Vert, Doubs, Etang de la Gruère, Saint-Ursanne und Delémont</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2020 18:46:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Streiflichter]]></category>
		<category><![CDATA[Jura]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jura gleich Freiberge, wilde Pferde, wallende Mähnen, Freiheit, filigranes Uhrenhandwerk, Echtheit, Bescheidenheit, Kampfgeist. Mit diesem &#8222;geistigen Bild&#8220; denke ich an [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jura gleich Freiberge, wilde Pferde, wallende Mähnen, Freiheit, filigranes Uhrenhandwerk, Echtheit, Bescheidenheit, Kampfgeist. Mit diesem &#8222;geistigen Bild&#8220; denke ich an den Grenzkanton und freue mich wahnsinnig, zusammen mit Conny und Irene an einem sonnigen September-Wochenende auf Erkundungstour zu gehen.</strong></p>
<p>Auf unseren Streifzügen haben wir zwar immer ein fotografisches Ziel, aber die spontanen und unvorhergesehenen Fotoabstecher sind für mich ebenso packend. So auch an diesem Samstagmorgen: Unsere Autofahrt über die A2 dauerte nämlich gerade mal 22 Minuten. <strong>Dagmersellen</strong>: Blink-blink-blink nach rechts, Baustellendurcheinander, das Feld von hinten aufrollen und nichts wie los zu den Nebelbänken, die wir von der Autobahn her gesichtet haben. Richtig cool ist es, in die sanften Hügel und in den Nebel hinein zu fotografieren. Die Bilder werden glatt als Serengeti-Savannenaufnahmen durchgehen, wetten?</p>
<p>Nach dem Aufwärmknipsen neben der Autobahn gehts weiter nach Deitingen Downtown in die Autobahnraststätte. Ihr müsst wissen: Noch nie waren wir soooo schlecht auf eine Tour vorbereitet. Gerade mal vier Buchstaben auf einem leeren Blatt Papier und ein voller Benzintank erinnern uns an unsere Mission. Den ersten Fuss schon im Restaurant, gehts nochmals zurück zum Bussli. Natürlich: Die Föderalitis trifft uns unmittelbar! Wo ist denn nur diese Gesichtsmaske hingekommen? In Luzern brauchts keine Gesichtsmasken, in Deitingen schon, im Jura in den Einkaufsläden, aber nicht in den Restaurants, in Solothurn, im Aargau… Das Corona-ABC entlang der A1 bringt die unterschiedlichen kantonalen Handhabungen auf den Punkt.</p>
<p>Das Blatt ist leer, unsere Ad-hoc-Planung kann starten: Die Webseite von <a href="https://www.j3l.ch/de/Z10469/naturschoenheiten?regionFilters%5B%5D=1&amp;region=6&amp;bounds=6.88882+47.12384+7.46805+47.58294" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jura &amp; Drei-Seen-Land</a> erweist sich dabei als hilfreiches Instrument. Hier ist aufgeführt, was die Touristin gesehen haben muss.</p>
<h4><strong>Spot 1: Märchenland Gorges du Pichoux und Lac Vert</strong></h4>
<p>Weil wir zur Mittagszeit fotografieren werden und die Sonne ziemlich grell scheint, beschliessen wir, als erstes die Gorges du Pichoux und den Lac Vert zu besuchen. Dieser Entscheid lohnt sich. Der romantische, kleine See mit Sandbank erinnert an eine türkisblaue Lagune, die sommergrünen Blätter der Laubbäume spiegeln sich im Wasser, kleine Bächlein mäandrieren durch den Mischwald, der Boden und die Baumstämme sind über und über mit weichem, dunkelgrünem Moos bewachsen. Ein Paradies für Langzeitaufnahmen mit Graufilter.</p>
<p>Wir können uns kaum losreissen, doch die Vernunft siegt. Auf der Weiterfahrt Richtung Saint-Ursanne staunen wir ob der kleinen, einfachen Dörfchen. Bellelay, Undervelier, Clovelier, Bassecour, Berlincour… Die Ortsnamen fühlen sich an wie geschmeidiger Honig im Gaumen. Sie tönen so lieblich-kreativ und wir diskutieren, wie wohl diese speziellen Ortsnamen ihren Weg ins Jura gefunden haben.</p>
<h4><strong>2. Spot: Saint-Ursanne</strong></h4>
<p>In Saint-Ursanne brennt die Sonne, der Beweis sind Connys herzigen, roten Wangen. Leider wird das Kopfsteinpflaster des Städtchens neu verlegt und so ist das Fotografieren ein kleiner Spiessroutenlauf zwischen Baustellenmarkierungen, Baggern und Kränen. Rund um die Kirche finden wir einige malerische Eckchen, die unser Fotoherzli höher schlagen lassen. Nett sind die Menschen im Restaurant – man spürt, dass sie keine einfache Zeit hinter sich haben und so ergeben sich überraschend-offene Gespräche. Nach ein, zwei Stündchen haben wir auch in Saint-Ursanne ein paar schöne Bilder verewigt und der Weg führt uns weiter in den Parc naturel régional du Doubs.</p>
<h4><strong>3. Spot: Meditativer Doubs </strong></h4>
<p>Vorbei an Saignelégier gehts bergwärts ans Ufer des wunderschönen Grenzflusses. Das Licht ist milchig-grell und wir warten vergeblich auf die goldige Stimmung. Beim Fotografieren muss so viel zusammenpassen. Der heutige Tag zählt lichtmässig definitiv nicht zu unseren Lucky-Punches. Dennoch ist die Natur phänomenal schön und wir können die friedliche Stimmung voll und ganz geniessen. Sogar zwei Eisvögel haben wir gesichtet. Die Farbwelt entlang des Doubs wirkt fast schon meditativ: grün, grün und nochmals grün. Zum Fotografieren ist das ziemlich schwierig, denn es braucht schon eine Portion Kontrast, damit sich die grünen Farbnuancen voneinander genügend unterscheiden können. Aus unserer Sicht lohnt es sich, gezielt mit der Tiefenschärfe zu spielen und ein Objekt ganz klar ins Zentrum zu setzen. Zudem hilft ein Grauverlaufsfilter bei solchen Lichtverhältnissen. Belichtet man zu lange, ist der Himmel eine weisse Sauce, belichtet man zu kurz, schwimmt man in der jurassischen Schoggisauce.</p>
<h4><strong>4. Spot: Die vergebliche Suche nach den frei lebenden Pferden </strong></h4>
<p>Es ist halb sechs, höchste Zeit also, Richtung Saignelégier zu fahren und einen tollen Ort für die letzten Sonnenstrahlen inmitten der Freiberge zu suchen. Ein paar Pferdchen als Deko wären natürlich das Sahnehäubchen auf dem Fotodessert. Nun ja, wer sich nicht genügend vorbereitet, den straft die gnadenlose Wirklichkeit. Von Pferden keine Spur weit und breit; Kühe, Kühe und nochmals Kühe, soweit unser Auge reicht. Also kurven wir umher ohne Ah-Oh-Erlebnis. Schlussendlich brechen wir die Übung ab, weil die Sonne sich verabschiedet hat. Unser Motto: Morgen ist auch wieder ein Tag.</p>
<h4><strong>5. Spot: Morgenerwachen am Etang de la Gruère </strong></h4>
<p>Und was für ein Morgen ist das! Er startet um 4.45 Uhr mit Stirnlampe, Stativ, Filtern und lichtstarken Objektiven am Etang de la Gruère. Nebel tanzt uns um die Nase, und zwischendurch spienzeln die Sternchen frech hervor. Die schlanke Mondsichel erscheint als perfektes Accessoire über dem mystischen Weiher. Auf dem spiegelglatten Wasser türmen sich Nebelschwaden wie weiche Wattebäuschchen. Mehr braucht man zu dieser genialen Morgenstimmung nichts zu schreiben. Um 8 Uhr ist der Spuk vorbei, wir haben tolle Aufnahmen im Kästchen und träumen von knusprigem Brot und einer warmen Tasse Guten-Morgen-Kaffee. Unsere Laune ist 1A und weiter geht die Reise nach Delémont. Unterwegs werden uns noch ein paar Pferdchen auf der Weide serviert, schön arrangiert, jung und alt, weiss und dunkel, verspielt und weidend.</p>
<h4><strong>6. Spot: Delémont </strong></h4>
<p>Delémont präsentiert sich an diesem warmen Spätsommertag mit schöner Blumenpracht und vielen Fahnen. Ein paar Bilder machen wir noch. Wir Streiflichter spüren aber nun doch die Müdigkeit nach zwei ereignisreichen Tagen und beschliessen, unsere Jura-Streiftour mit einem gemütlichen Imbiss auf einem lauschigen Platz mitten in der Altstadt abzuschliessen.</p>
<p>Jura gleich Freiberge, wilde Pferde, wallende Mähnen, Freiheit, filigranes Uhrenhandwerk, Echtheit, Bescheidenheit, Kampfgeist. Wir haben es nicht ganz geschafft, unser Kopfkino vollständig umzusetzen. Die wilden Pferde und vieles mehr fehlen uns noch in unserer Galerie. Und genau deshalb werden wir zurückkehren. A bientôt, les Jurassiens!</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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		<title>Stechmückengespickte Sommernacht am Sempachersee</title>
		<link>https://streiflichter.ch/stechmueckengespickte-sommernacht-am-sempachersee/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2020 19:07:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Streiflichter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Sempachersee-Abend war etwa so fahrig wie die Stechmücken in der lauen Sommerabendluft. Eine Geschichte, die doofer nicht sein könnte. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unser Sempachersee-Abend war etwa so fahrig wie die Stechmücken in der lauen Sommerabendluft. Eine Geschichte, die doofer nicht sein könnte. Doch wir erzählen sie, weil wir auch über uns selber lachen können…</strong></p>
<p>Der Stechmückenabend ist wohl der wärmste Tag des Sommers 2020 überhaupt, als wir sehr spontan beschliessen, an den Ufern des wunderschönen Zentralschweizer Sees die blaue Stunde zu verewigen. Seit Monaten haben wir leider nicht mehr zusammen fotografieren können. Der virtuelle Zoom-Kafiklatsch während der Coronazeit war das höchste der Fotogefühle.</p>
<p>Mit Volk rund um den Sempachersee rechnen wir an diesem Abend, aber dass jedes Fleckchen am Ufer von verliebten Turteltäubchen, glücksfischenden Jungs und Mädels, verlaufenen Bernern und Zürcherinnen und kiffenden Fischern in Beschlag genommen wird, übersteigt doch unsere kühnsten Befürchtungen.</p>
<p>Und dann dieser Hungerast von Karin. Vor lauter spontanem «Fotozeugszusammenpacken» und Bürostress hat sie vergessen zu essen. Eine hungernde Karin ist etwa so schlimm wie ein bockender Esel am Strassenrand. Also musste zuerst noch Food her. Den letzten, aber auch wirklich letzten Parkplatz ergattern wir im wunderschönen Restaurant Sonne in Eich, wo wir dann Irene treffen. Wir machen es auf dem letzten, aber auch wirklich letzten leeren Stühlchen bequem und schauen, dass der Esel zu seinem Rüebli kommt.</p>
<p>Nun aber nichts wie weg ans Ufer! Die Sonne steht schon ziemlich tief, den ultimativen Platz zum Fotografieren ist immer noch nicht gefunden. Fullhouse am See! Die Moral sinkt von Minute zu Minute. Also gehts weiter Richtung Sempacher Festhalle. Und da finden wir endlich einen winzigen Uferplatz mit freier Sicht zum Sonnenspektakel. Stativ aufstellen, hopp, denn ein paar Minütchen noch, und die schwere, goldige Feuerkugel taucht im dunklen Seewasser ein. Die Kamera auf dem Stativ installieren? Wieso sitzt denn der sonst so blind funktionierende Handgriff von Conny nicht? Klaaar: Weil die falsche Stativplatte zum mitgenommenen Stativ am Fotoapparat befestigt ist. Oder hat sich etwa das falsche Dreibein in den Kofferraum unseres Busslis geschlichen? Nei-aber-au-so-öbbis! Aus-die-Maus für Conny, fertig Langzeitbelichtungen.</p>
<p>So ist es auch nicht verwunderlich, dass ihr auf unserer Galerie keine romantischen Sonnenuntergangsstimmungen zu sehen bekommt. Wir sind solidarisch, entweder alle Bildchen oder dann eben keines. Wir versprechen aber: Wir werden wieder hingehen und nochmals von vorne beginnen. Dann jedoch gesättigt, entstresst, konzentriert und mit richtigem Equipment.</p>
<p>Übrigens: Irene ist an diesem Abend unsere Rettung. Nicht nur ihr Antibrumm gegen die nervigen Stechmücken ist ein Segen, sondern auch ihre Gelassenheit.</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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		<title>Klausjagen Küssnacht in vier Akten</title>
		<link>https://streiflichter.ch/blog-klausjagen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jan 2020 14:52:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Streiflichter]]></category>
		<category><![CDATA[Chlausjagen]]></category>
		<category><![CDATA[Conny]]></category>
		<category><![CDATA[Iffelen]]></category>
		<category><![CDATA[Infula]]></category>
		<category><![CDATA[Irene]]></category>
		<category><![CDATA[Karin]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderumzug]]></category>
		<category><![CDATA[Klausjagen]]></category>
		<category><![CDATA[Küssnacht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Der Zahnarzt meiner Tochter schüttelt den Kopf. «Das wird nix, Frau Brun, das kann ich Ihnen versichern. Habe ich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/blog-klausjagen/">Klausjagen Küssnacht in vier Akten</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Zahnarzt meiner Tochter schüttelt den Kopf. «Das wird nix, Frau Brun, das kann ich Ihnen versichern. Habe ich schon selber ausprobiert!» Während die Zahnspange meiner Tochter kontrolliert wird, erklärt mir der passionierte, technikaffine Hobbyfotograf, dass es am Klausjagen in Küssnacht dunkel und eng ist wie im Rachen von Jim Knopfs Frau Mahlzahn. An Fotografie ist also nicht zu denken. Keine Lichtquelle weit und breit, tausende Zuschauer am Strassenrand. Dennoch ergattere ich so viele Informationen wie möglich, denn Streiflichter geben nicht so schnell auf. Der entnervte Blick meiner Tochter sagt mir schliesslich, dass unsere Fachsimpelei nun aber subito zu beenden ist. Genug ist genug.</strong></p>
<p>Der Streifliechtli-Chat läuft an diesem Abend «süttig-heiss». So beschliessen Conny und Irene, sich für die lichtarme Mission bis aufs Zahnfleisch mit Hightech zu bewaffnen. Bei der gemieteten Canon Mark 5 mit lichtstarkem Objektiv funkeln die Augen von Irene. Conny ist hin und weg mit der geliehenen Nikon D850. Ich tue mir das nicht an. Eine neue Kamera in der Dunkelheit ausprobieren – nein danke, dafür habe ich keine Nerven. Also fotografiere ich mit dem Equipment, das mir zur Verfügung steht. Dieses ist ja auch nicht schlecht.</p>
<p>Unser besonderer Streifzug hat im Herbst erste Züge erhalten und sich im November konkretisiert. Für Hanspeter Rusts nächstes Buchprojekt dürfen wir Streiflichter die Bilder liefern. «Buda» (so wird er in Küssnacht genannt)  ist eine «Institution». Alle kennen ihn, denn er ist DER Samichlauskenner, -forscher und -lehrer überhaupt. Verschiedene Publikationen und Bücher hat er schon über den St. Nikolaus geschrieben. Wir versichern euch: Er hat den direkten Draht! Und für uns ist es eine grosse Ehre, für das nächste Projekt unseren Beitrag leisten zu dürfen.</p>
<p>Ein erstes Treffen findet an einem kalten Novembersamstag in Küssnacht statt. Wir schlendern durch die Gassen, hören aufmerksam den Erklärungen von Buda zu. Uns wird klar, dass das Klausjagen zur festen Identität dieses Dorfes am Fusse der Rigi gehört. Buda erklärt uns, dass es nicht nur das bekannte Klausjagen am Abend gibt. Zur Samichlauszeit in Küssnacht gehören auch:</p>
<ul>
<li>Das Schüler-Klausjagen am Mittwoch- und Donnerstagmorgen um 4 Uhr</li>
<li>Der Schüler-Umzug am Donnerstag um 14 Uhr</li>
<li>Das Klausjagen am Donnerstag um 20 Uhr</li>
<li>Das Sächsi-Zügli am Freitagmorgen um 6 Uhr</li>
</ul>
<p>Und am Samstag vor der grossen Show findet die Infula statt, wo ungefähr 200 Iffelen im noch nicht eröffneten Umfahrungstunnel von Küssnacht ausgestellt werden. Buahhhhhh, ein so umfassendes Shooting-Programm haben wir noch nie bewältigt. Und natürlich wollen wir unsere Sache gut machen!</p>
<h4>Infula – die Iffelenausstellung im Tunnel</h4>
<p>Der Auftakt für das Fotoabenteuer bildet die Infula. Wir haben die Möglichkeit &#8211; Buda sei Dank -, vor der allgemeinen Öffnungszeit eine Stunde alleine zu fotografieren. Die Stunde vergeht wie im Flug. Ich merke, dass ich als Hobbyfotografin mehr Zeit fürs «Warmup» benötige als vorgegeben. Bis ich in den Flow komme, insbesondere auch mit dem Stativ, sind bereits schon 25 Minuten vorbei. Dank Stativ können wir in der Dunkelheit mit langen Belichtungszeiten arbeiten. So schrauben wir die ISO-Zahl auf 100 und belichten lange. Das wird am Klausjagen definitiv nicht funktionieren. Während dem Fotografieren staunen wir immer wieder über die sagenhaften, farbigen Kunstwerke. Die Detailtreue, Genauigkeit und Ausdrucksstärke der Iffelen beeindrucken uns sehr.</p>
<h4>Schüler-Umzug – herzerwärmende Tradition</h4>
<p>Den Schüler-Umzug am Donnerstagnachmittag fotografieren Irene mit ihrem Vater Ruedi. Tagsüber gehts bei den beiden fototechnisch ein bisschen lockerer zu und her. Sie können sich voll und ganz auf die herzigen Kinder konzentrieren. Hier gibts alles in Kleinformat zu bestaunen. Entzückende, in der Schule gebastelte Iffelen werden auf den kleinen Köpfen balanciert, Trychler und Geislechlöpfer geben den Ton an. Das Süssholz im Mund ersetzt den rauchenden «Chrummen», welche die Grossen am Abend paffen. Am Schülerumzug dürfen übrigens auch die Mädchen mitlaufen. Die anderen Anlässe sind den männlichen Geschöpfen vorbehalten.</p>
<h4>Klausjagen – Sturm der Sinne</h4>
<p>Das Klausjagen macht uns schon es bizzeli nervös. Um besonders viele Facetten des Hauptanlasses einzufangen, teilen sich die Streiflichter heute Abend auf und fotografieren an verschiedenen Standorten. Den Auftakt machen Irene und Karin beim Einstellen. Hier treffen sich alle Teilnehmer und starten den Umzug. Es gibt sogar noch ein bisschen Licht und jeder Lichtstrahl wird mit Handkuss begrüsst. Conny macht sich währenddessen schon mal startklar am Hauptplatz. Sie sichert sich einen tollen Platz in der Mitte des Kreisels. Meinen wir jedenfalls. Denn leider verdecken immer mehr Leute ihre Sicht aufs Geschehen. Und das ist nicht die beste Ausgangslage für gute Bilder. Doch Conny wäre nicht Conny, wenn sie sich nicht zu helfen wüsste. Ihren Bildern merkt man die missliche Lage nicht an &#8211; sie sind wie immer speziell arrangiert. Karin tummelt sich zuerst durch die Strassen und fotografiert die Iffelen blind und aufs Geratewohl mit erhobenen Armen, während sie dann den zweiten Teil des Umzugs aus dem ersten Stockwerk fotografieren kann. Hier kommt auch das Stativ zum Einsatz. Irene hat vom OK-Komitee den Freipass erhalten, beim Umzug mitzulaufen. Sie ist wohl eine der einzigen Frauen überhaupt, der diese Ehre gebührt.</p>
<p>Das Klausjagen ist ein eindrückliches Erlebnis. Der Brauch gehört zum Dorf. Wohl fast alle Einheimischen sind auf eine Art und Weise involviert und haben ihre eigenen, persönlichen Geschichten. Ungefähr 1’500 Männer ziehen in ihren weissen Hirtenhemden durch dunkle Gassen. Kein Licht brennt weit und breit, um dem farbenprächtigen Glanz der Iffelen den gebührenden dunklen Raum zu überlassen. Zuerst bereiten die knallenden Geisselchlepfer das Terrain vor, danach tänzeln in kreisenden Bewegungen etwa 700 farbenprächtige Iffelen in allen Grössen durch die Strassen. Sie bereiten den Auftritt des Samichlauses mit seinen Schmutzlis vor, die von Fackelträgern gesäumt werden. Die nachfolgenden Blechbläser verbreiten den nachhaltigen Dreiklang der Klausmelodie mit dem Gesang «Mänz, Mänz, Mänz! Bodefridimänz!». Die Trychler mit Senten und Klopfen (Glocken) bilden die grösste Gruppe des Umzugs und berühren wohl mit ihrem tiefen Klang viele Menschen mitten in ihren Herzen. Die schaurigen Klänge der Hörner, die durch Mark und Bein gehen, beenden den offiziellen Teil des Klausjagens. Er findet dann in der Küssnachter Freinacht seine Fortsetzung und klingt mit dem Sächsizügli früh morgens endgültig aus. Irene und ich sind froh und dankbar, dass Conny diesen Part übernimmt.</p>
<h4>Ein paar Tipps für die Nacht der Nächte in Küssnacht</h4>
<p>Fototechnisch ist das Klausjagen wirklich eine Herausforderung. Wo kein Licht ist, ist kein Licht. Daran kann niemand rütteln. Aaaaber: wir haben ja noch Freund ISO, lichtempfindliche Objektive, das Stativ und die langen Belichtungszeiten. Damit lassen sich gerade auch vor und nach dem Umzug unvergessliche Bilder schiessen.</p>
<p>Beim nächsten Zahnarztbesucht ist auf jeden Fall für genügend Gesprächsstoff gesorgt. Ich verrate euch aber jetzt schon, welche Tipps ich dem Zahnarzt weitergeben werde:</p>
<ul>
<li>Das Treiben vor und nach dem Klausjagen in den Gassen festhalten</li>
<li>Das Einstehen zum Umzug fotografieren, weil es da noch ein paar Lichtquellen gibt</li>
<li>Sich während des Umzugs eine gute, erhöhte Position am Strassenrand sichern</li>
<li>Je besser das Equipment, umso mehr Spielraum beim Fotografieren</li>
<li>Geniessen, geniessen, geniessen.</li>
</ul>
<p>Das Klausjagen spricht nicht nur die visuellen Sinne an, sondern auch die akustischen. Es ist ein Anlass für das Herz und für die Seele. Er ist identitätsstiftend und ein Brauch der Gemeinschaft. Und weil bereits schon die Küssnachter Kinder damit gross werden, wird der Brauch auch von zukünftigen Generationen gelebt werden. Tragt Sorge zu ihm und macht weiter so, liebe Küssnachterinnen und Küssnachter, es hat uns sehr gefallen!</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vielmehr für das Ohr als für das Auge&#8230;..</strong></p>
<p><iframe src="https://player.vimeo.com/video/383069563?app_id=122963" width="640" height="360" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen title="Klausjagen 2019 K&amp;uuml;ssnacht"></iframe></p>
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		<title>Schäful Belalp Vol 2: Der Chrampf am Felsenweg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2019 07:38:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Nach dem Fotoshooting in der Rosenlauischlucht (Fotoleckerbissen Nummer 1 unseres Streifzuges) tuckerln wir gemütlich das Goms «embri» und verpassen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nach dem <a href="http://streiflichter.ch/blog-rosenlauischlucht">Fotoshooting in der Rosenlauischlucht</a> (Fotoleckerbissen Nummer 1 unseres Streifzuges) tuckerln wir gemütlich das Goms «embri» und verpassen in Blatten doch glatt die Gondelbahn um ein paar Sekunden. Gut gelaunt schweben wir dann zur Belalp im Aletschgebiet (Kanton Wallis). Wir freuen uns wahnsinnig darauf, den Schäful nochmals von einer anderen Seite fotografisch festzuhalten. Genau vor zwei Jahren haben wir nämlich an diesem Anlass zum ersten Mal fotografiert <a href="http://streiflichter.ch/blog-schaeful-2017/">(Bildergalerie anschauen)</a>.</strong></p>
<p>Die warme Nachmittagssonne wärmt unsere Gesichter und die schweren Rucksäcke lassen uns fast umkippen. Unser Weg führt uns glücklicherweise bergabwärts zur gemütlichen Hamilton Lodge, unserem Nachtquartier. Ein Tipp: Die Burger im mit Alpenchic dekorierten Restaurant sind phantastisch gut, die knackigen Pommes Frites erhalten von uns fünf Sternchen mit einem Güpfi Ketchup oben drauf. Es hat sich total gelohnt, unsere essenstechnischen Schlankheits-Ü45-Vorsätze über Bord zu werfen und so richtig, richtig, richtig über die Stränge zu hauen!</p>
<p>Im gemütlichen Familienzimmer diskutieren wir vor dem Wiegenliedchen das Fotoerlebnis in der Rosenlauischlucht, fachsimpeln über so manches, packen die Rucksäcke und ein kurzer Blick auf die Rosenlaui-Bilder kann sich auch keine von uns verkneifen. Cool für die <strong>Bildervorselektion</strong> ist übrigens die Funktion der Nikon D750 oder der Canon 6D, bei der die RAW-Bilder übers WLAN via App aufs Smartphone oder das Tablet gespielt und von da aus im Adobe Lightroom bearbeitet werden können.</p>
<p>Irenes geschmeidiger Wecker am nächsten Morgen um 5.45 Uhr ist überflüssig. Denn die Glocken der Kühe, die schon früh auf ihre Weide nahe dem Hotel trotten, holen uns sanft aus unseren Träumen. Die Mission will in Angriff genommen werden.</p>
<h4 style="text-align: left;"><strong>Der Streifzug zu den Schwarznasenschafen im Aletschgebiet</strong></h4>
<p>Wir haben diesen Trip im Vorfeld bestens vorbereitet und wissen genau, wo unser Fotografiestandort sein soll: Ein Felsband Richtung Oberaletschhütte. Dort müssen die Schafe, dicht aneinandergepresst, einen engen Weg meistern. Er ist in die Felswand geschlagen und führt abwärts zu einer schmalen Brücke über dem Gletscherbach.</p>
<p>Helferinnen und Helfer erwarten uns um 6.50 Uhr bei der Bahnstation. Sie zeigen uns freundlicherweise den Weg. André Summermatter, der Chefhirt, hat für uns dieses Treffen arrangiert. <strong>Ein ganz grosses Dankeschön, lieber André!</strong> Wir wissen deine Hilfsbereitschaft sehr zu schätzen!</p>
<p>Natürlich würdet ihr staunen, wie schnell bei den Streiflichtern am Morgen alles abläuft. Die Rucksäcke griffbereit, husch ins Bad, anziehen, Wanderschuhe schnüren und ab die Post. Doch oweia: Ich mache die Rechnung ohne den Herrn Hungerast. Ich denke mir: Also die bevorstehenden 300 Höhenmeterli zum Zielstandort machst du noch vor dem Frühstück. Aber: Wenn man zeitlich knapp dran ist und Gas gibt, dann können sich 300 Höhenmeterli in ein Höhenmetermonster verwandeln. Und auf einmal ist Aus-die-Maus. Zwei Riegel muss ich einschieben, und ein Traubenzückerli hinterherschmeissen, um dann die nötige Energie für den schnellen Schlussaufstieg freizumachen. Wir wissen: Um spätestens acht Uhr dreissig sind die Schafe beim Felsband. Ich schwöre: Nieeeeewieder werde ich ohne Frühstück ablaufen! Conny ist da schon anders «getuned». Sie erinnert mich an das rosa Häschen, welches in der Batteriewerbung immer weiter- und weiter trommelt… Und Irene ist eh mega schlau. Sie hat sich morgens wohlweislich noch kurz im Zimmer verpflegt.</p>
<p><strong>Das Geblöke der 800 Schafe hören wir, bevor wir die Herde sichten. </strong>Bestimmt ist jetzt das letzte Murmeli wach&#8230; Wir versichern euch: <strong>Das Spektakel ist einfach phantastisch!</strong></p>
<p>Mit rasendem Puls oben angekommen, bleibt kaum Zeit fürs Durchatmen. Die Schwarznasenschafe stehen auf dem Felsenweg dichtgedrängt beieinander – Kopf an Hintern, Hintern an Kopf&#8230; dies rund Vierhundertmal. Höchste Zeit, sich zu installieren und die Bilder zu schiessen, die wir jede für uns im Kopf haben.</p>
<p>Ein richtiger Chrampf ist das in der schroffen Felswand, für die Hirten wie auch für die Schafe. Connys brandneues 600er-Tele hält das Treiben, das Ziehen und das Stossen, das Geblärre und die durch die Luft zischenden Hirtengeiseln hautnah fest. Die Tiere ängstigen sich vor dem Geräusch des tosenden Gletscherbachs und «bocken», wo sie nur können. Laut André Summermatter wiegt ein Mutterschaf gut 90 Kilogramm. Wenn ein so schweres Tier sperrt, heisst das für die Hirten stossen, zerren und alle Kraft aufwenden, um das Tier über die Brücke zu treiben. Eine Herkulesarbeit bei so vielen Tieren! Die Männer haben nach dieser kräfteraubenden Arbeit den bevorstehenden Kuss ihrer Liebsten und das kalte Willkommensbier auf der Belalp wirklich mehr als verdient.</p>
<h4><strong>Das raue Hirtenleben auf hochalpinem Terrain</strong></h4>
<p>Überhaupt zollen Irene, Conny und ich sehr viel Respekt für die Arbeit der Hirten. Sie treiben im hochalpinen, steilabfallenden Gelände des Aletschgebiets die freilebenden Schwarznasenschafe zusammen – dies auch bei garstigem Wetter. Die Nächte sind kalt, der Wind ist fies, die Sonne aggressiv, der Regen kalt, Blitz und Steinschlag gefährlich. Die Arbeit als Schafhirt birgt viel Risiko und ist unglaublich streng. Man steigt auf, dann wieder runter, dann wieder auf – wie im Intervallhöhentraining. Die neue, einheitliche Hirtenkleidung ist übrigens ein Geschenk eines Outdoorbekleiders und aus Schweizer Wolle hergestellt. Laut den Hirten ist sie bei kalten wie auch bei warmen Verhältnissen sehr angenehm zu tragen.</p>
<p>Und plötzlich: Das letzte Schaf auf dem engen Felsenweg kehrt in der Mitte um und rennt blökend zurück. Sein Gedanke ist wohl:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>&#8222;Wieso diese blöde Brücke überqueren, wenn es im Aletschji so paradiesisch ist?&#8220;</strong></p>
<p>Der Plan hat kurze Beine, denn die letzten zwei Hirten treiben auch dieses Tier über die Brücke. Der Weg für Herde und Menschen ist nicht mehr so weit, und nach zwei bis drei Stunden ist das Ziel – die Belalp – erreicht.</p>
<h4><strong>Die Wiedersehensküsse der Liebsten</strong></h4>
<p>Wir kehren noch vor der Schafherde auf die Belalp zurück und geniessen neben der Kapelle auf einem Bänkli den besten Nussgipfel (Tipp: Man kriegt diesen Leckerbissen im Hotel Belalp neben der Kapelle). Gut platziert warten wir auf die ankommenden Hirten und Schwarznasenschafe, die zum Schluss auch noch das enge und steile «Couloir» vor der Belalp meistern. Es ist eindrücklich zu beobachten, wie respektvoll, freudig und dankbar die Hirten und die Tiere begrüsst werden. Hüte werden gelüftet, anerkennend auf Schultern geklopft, umarmt und geküsst, Kindern springen ihren Vätern entgegen und das kalte Bier besänftigt durstige Keelen.</p>
<p>Das Volksfest auf der Belalp ist lanciert und dauert bis spät nachts. Die alte Tradition des Schäful ist sehr echt, ehrlich und herzerwärmend. Schafe werden prämiert, es wird gefeiert und musiziert und alle sind froh, dass Mensch und Schaf mehr oder weniger heil zurückgekommen sind. Schäful heisst auch Abschied nehmen vom Sommer und dankbar sein für das, was man hat.</p>
<p>Die Dankbarkeit und die Ehrfurcht vor der Natur ist am Sonntag bei der «Schafteilete» und bei der heiligen Messe besonders spürbar. Nach einem gemütlichen Frühstück geniessen wir die sonntägliche Stimmung in den Bergen, den interessanten Austausch mit Hinz und Kunz, die geniale Aussicht ins Tal und einfach den Moment. Bald brechen wir auf zur Seilbahnstation, fotografieren noch <a href="http://streiflichter.ch/galerieseite/kreuchen-und-fleuchen">ein paar farbige Schmetterlinge</a> und sind einmal mehr sehr dankbar für dieses tolle Fotoerlebnis.</p>
<p><strong>Eines ist klar: Nach dem Streifzug ist vor dem Streifzug! Wir freuen uns sehr auf unser nächstes Abenteuer und danken nochmals allen Hirten, Helferinnen und Helfern, die uns so freundlich unterstützt haben.</strong></p>
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    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie Schäful anschauen</span>
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<p>&nbsp;</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/blog-schaeful-belalp-2019/">Schäful Belalp Vol 2: Der Chrampf am Felsenweg</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
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