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	<title>Street Photography Archive - streiflichter</title>
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	<description>Die Welt. Die Kamera. Und Wir.</description>
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	<title>Street Photography Archive - streiflichter</title>
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		<title>Glarus: Die konsequente Inkonsequenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2021 14:16:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daumen unten für die Wetterprognosen über Auffahrt. Regen in der ganzen Schweiz. Doch halt: Dank Föhneinfluss haben wir im Glarnerland [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daumen unten für die Wetterprognosen über Auffahrt. Regen in der ganzen Schweiz. Doch halt: Dank Föhneinfluss haben wir im Glarnerland ein kleines Fleckchen &#8222;Wolke-mit-Sonne-Gemisch&#8220; entdeckt. Also gehts ab ins Glarnerländle, in ein Gebiet, das wir kaum kennen. Das Frühlings-Streifzügli wird zu einem Ausflug, bei dem vieles überraschend und wenig so wie erwartet geschieht. Zusammenfassend könnte man sagen: &#8222;Dieser Streifzug ist eine konsequente Inkonsequenz.&#8220; Es beginnt schon damit, dass wir den Glarnerland-Ausflug zu einem guten Stück im St. Gallischen verbracht haben. </strong></p>
<p>Auf dem Weg Richtung Glarus besuchen wir zum Auftakt das Wengital mit dem Wengibach (SG), der bekannt ist für seine schönen Bachverläufe und Wasserfälle. Auf 1’000 Metern über Meer kommt uns unterwartet der Schnee in die Quere. Der Parkplatz ist unter einer dicken Frühlingsschneeschicht begraben, vor uns packt ein Mann seine Tourenski aus und gleitet Richtung Sper davon. Hallo? Wir haben zwar unsere Wanderschuhe an, doch eine Gleitpartie auf dem Eis ist das Letzte für unsere wertvollen Kameras und unsere Hintern. Nach einem halbstündigen Marsch resignieren wir und brechen unsere erste Übung ab. Nach dem langen Winter wollen wir nun endlich den Frühling spüren. So finden wir weiter unten am Bach einen kleinen Swimming-Pool, an dem wir uns fotografisch verweilen können. Das Licht ist grell und wir sinnieren, dass es wohl interessanter ist, den Bachverlauf bei Regenwetter zu fotografieren. Lichtmässig sind wir so richtig «schnäderfräsig» geworden. Regnet es, rümpfen wir die Nase, ist das Wetter zu sonnig, ist die Welt auch nicht in Ordnung. Wie inkonsequent!</p>
<p>Die Reise in Connys Bussli geht später weiter Richtung Näfels. Hier erspähen wir im letzten Moment die Tafel zu unserem zweiten Ziel Obersee. Heieiei, die Fahrt auf der steilen, engen Bergstrasse hat es in sich. Wir hoffen inständig, dass wir kein Auto kreuzen müssen. Mit unserem Bussli rückwärts zu einer breiteren Stelle zu fahren würde uns Mädels wohl den Puls auf 200 befördern. Hier muss betont werden, dass Conny eine bravouröse Autolenkerin ist und die schäbigste Konserve wohl über die holprigste sibirische Nebenstrasse chauffierte. Wir haben volles Vertrauen in ihre Fahrkünste, aber zu eng ist einfach zu eng, das schleckt keine Geiss weg. Der Obersee präsentiert sich als wunderschönes Naturparadies. Auch hier ist das Licht zu grell, um schöne Bilder zu schiessen. Und so geniessen wir einfach die malerische Gegend ganz nach dem Motto: Die Welt gehört dem, der sie geniesst!</p>
<p>Den föhnig-stürmischen Abend verbringen wir in Walenstadt am Seeufer (SG). Bombastisch, wie das Wasser ans Ufer schlätzt und der stürmische Wind die Regenwolken am bedrohlich dunklen Himmel in Schach hält. Mit einem wehmütigen Blick auf eine verlassene Restaurantterrasse beschliessen wir, unseren Fototag ohne Schlummertrunk zu beenden. Die Gaststätten sind wegen Corona immer noch geschlossen.</p>
<p>Mit kleinen Äuglein, aber voller Tatendrang stehen wir am nächsten Morgen um fünf Uhr pünktlich auf der Matte. Auf geht’s an den Klöntalersee. KlöntalerSEE? Dieser entpuppt sich an diesem Frühlingstag als KlöntalerPFÜTZE. Wo ist nur das Wasser geblieben? Wir haben nicht bedacht, dass um diese Jahreszeit das Wasser im Stausee Mangelware ist. Ein bisschen traurig sind wir schon; sooo früh sind wir aufgestanden für sooo wenig Wasser. Nach einer kleinen Wanderung auf dem sandig-lehmigen Seegrund finden wir doch noch Wasser, in dem sich die Bergspitzen glasklar spiegeln. Mystische Nebelschwaden serviert uns irgendeine höhere Macht und das goldene, zarte Sonnenlicht ist ein Zauber. Die ungewohnte Perspektive mitten im See macht den Moment sehr speziell. Wir haben die Not zur Tugend gemacht, unsere Laune gipfelt in Hochform. Der Wasserfall weiter hinten im Tal ist ein toller Abschluss unseres Fotomorgens. Z’Mörgele im Hotel ist nun angesagt und wir werden mit dem besten Rührei, mit knusprigem Zopf und mit ganz viel Aufmerksamkeit und Sympathie im Hotel Schützenhof bei der Familie Stöckli bewirtet. Vielen, vielen Dank!</p>
<p>Unseren Steifzug schliessen wir nach dem leckeren Frühstück mit dem Besuch des Kantonshauptortes Glarus ab. Wir fotografieren das herzige Städtchen, bevor der Föhn nach seinem langen Kampf zusammenbricht. Die ersten Regentropfen erinnern uns daran, dass es rund um Glarus in der ganzen Schweiz seit Stunden in Strömen regnet. Tja, wenn Streiflichter reisen, dann wird einiges zur konsequenten Inkonsequenz.</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie Glarnerland</span>
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    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie Stadt Glarus</span>
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		<title>Frühlingserwachen in Bern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2021 10:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So wie ihr eure To-do-Listen führt, liebe Leserinnen und Leser, haben auch wir eine. Unsere Querbeetliste ist voll mit Ideen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So wie ihr eure To-do-Listen führt, liebe Leserinnen und Leser, haben auch wir eine. Unsere Querbeetliste ist voll mit Ideen für Fotospots, beginnt in Andalusien und endet beim Tümpel hinter dem Haus. Und so stehen auch 26 Kantonshauptstädte drauf. Mit Delémont und Luzern haben wir schon zwei (!) im Fotichäschtli, jetzt kommt die Dritte! Wenn wir dann in ein paar Jährchen pensioniert sind und unsere Ausrüstung aufgrund des Gewichts im Rollköferli über die Pflastersteine schleppen, haben wir hoffentlich alle 26 Städte fotografisch dokumentiert.</strong></p>
<p>Frühmorgens um 5.30 Uhr zieht es uns am Karfreitag in unsere ehrwürdige Bundeshauptstadt Bern, und zwar in den Rosengarten. Dort sollen die Kirschblüten in voller Pracht stehen.</p>
<p>Friedlich und verlassen wirkt der Rosengarten so früh am Morgen. Das freundliche «Grüeeessech» einer vorbeispazierenden Frau weckt die Geister definitiv in mir. Habe ich richtig gehört? <strong>«Grüeeessech»</strong>. Ein persönlicher Morgengruss in der Stadt; das ist in Luzern eine Rarität. Der Tag beginnt gut! Die Blütenpracht ist bezaubernd, das Morgenlicht tränkt die Stadt in Gold und unterstreicht den speziellen Moment. Nach dem Warm-up im Rosengarten duftet es auf dem verlassenen Parkplatz vor dem Bärengraben nach Morgenkaffee. Bald kann die Fotowanderung beginnen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Rosengarten – Bärengraben – Mattequartier – Aarebrücke – Bundesterrasse – Nydeggbrücke – entlang der Aare zurück zum Rosengarten.</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Spaziergang rund ums Bundeshaus beeindruckt uns sehr. Hier hängen zum Beispiel Bilder unserer Bundesrätinnen und Bundesräte an den Hauswänden. Eine Schar quirlige Kinder rätselt, wie sie wohl alle heissen – Alltagsbeobachtungen, die witzig sind. Überhaupt: Ich finde es immer wieder faszinierend, wie öffentlich zugänglich der Ort doch ist. Jedermann kann sich auf der Bundeshausterrasse sonnen, die Kids spielen auf dem Bundeshausplatz, Hunde balgen sich im Brunnen, Turmfalken zanken sich unter dem goldgrünen Bundeshausdach und scheren sich einen Teufel, ob Herr Bundesrat Cassis grad ein Zoommeeting abhält und wegen dem lärmigen Vogelgeschrei sein virtuelles Vis-à-vis in Brüssel nicht mehr versteht. Es ist ein Ort für alle, was mich stolz macht.</p>
<p>Apropos Streetfotografie: Das ist so eine Sache mit Corona. Denn wir diskutieren miteinander, dass der heutige Fotostreifzug irgendwie anders ist. Sind es die geschlossenen Restaurants und Läden und damit das fehlende Treiben in der Stadt? Ist es das gewisse Etwas, die kleinen Dinge, die Mimik der Gesichter hinter den Masken, die fehlen? Oder ist die Energie der Menschen nicht im Fluss?</p>
<p>Dennoch haben wir ein paar schöne Bilder zusammengestellt – besonders jene im Rosengarten mit den Kirschblüten sind traumhaft geworden. Pittoresk finden wir  aber auch das Aareufer und der Blick auf die Häuser des Mattequartiers oder die monumentalen Brücken.</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie Bern anschauen</span>
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		<title>Bergamo: durchs schwarze Loch direkt in den eskimotischen Süden</title>
		<link>https://streiflichter.ch/blog-bergamo/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2019 13:50:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute feiern die Streiflichter Premiere. Denn als Verehrerinnen unserer wunderschönen Schweiz ist es überfällig, per Eisenbahn durch das teuerste, schwärzeste [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute feiern die Streiflichter Premiere. Denn als Verehrerinnen unserer wunderschönen Schweiz ist es überfällig, per Eisenbahn durch das teuerste, schwärzeste und längste Loch Europas zu fahren. Ein wenig aufgeregt beschleunigt sich unser Puls beim Passieren von Flüelen, dann erhöht sich die Frequenz in Erstfeld noch ein bisschen mehr, bis uns der grosse Moment einholt. Unvermittelt sehen wir Schwarz. Das muss er sein, unser brandneuer Gotthard-Eisenbahntunnel! Einmal mehr staunen wir ob der Schweizer Bescheidenheit: keine Fanfaren, keine spezielle Zugansage, einfach gar nichts bei der Einfahrt ins dunkle Niemandsland unter dem Gotthardmassiv.</strong></p>
<p>Das Tempo erhöht sich kontinuierlich &#8211; der Ohrendruck auch &#8211; und bevor wir unsere Diskussion über das Jahrhundertbauwerk beenden, spuckt uns das Loch in Airolo wieder aus. Plätsch. Gemäss Irene beginnt da die Magadino-Ebene. Und Karin glaubt vage zu wissen, dass diese Ebene doch weiter unten sein muss; lässt sich aber verunsichern, weil Irene grundsätzlich einfach alles weiss. Conny lässt Diplomatie walten und enthält sich der Diskussion. In Bellinzona herrscht dann grosse Einigkeit. Das geografische Thema wird abgehakt und wir kümmern uns um wichtigere Dinge wie das Umsteigen. Ein nicht ganz risikofreies Unterfangen, wenn man die Streiflichter kennt. Denn sie haben ja bekanntlich keine Beautycases mit dabei, sondern Hightech-Ware wie Carbon-Stative (Karin hat es nicht vergessen), Kameras (dieses Mal sind es vier; Conny musste zwei mitnehmen), Objektive vom Feinsten, 3 Rucksäcke, 1 Handtäschli und 3 Koffern. Anhand der Koffergrösse kann man übrigens auch die Personenzuteilung vornehmen nach dem Motto: «Zeige mir deine Koffer und ich sage dir, welches Streifliechtli du bist.»</p>
<h4>Mit Sack und Pack nach Bergamo</h4>
<p>Soweit so gut. Das Umsteigen verläuft ohne Zwischenfälle. Hopp, hopp, hopp, in den nächsten Zug hüpfen und weiter geht die Fahrt nach Milano. Hier bewundern wir die schöne Architektur der Bahnhofhalle. Ein paar Pics werden geschossen, bis wir dann in den klapprigen Regionalzug wechseln. Dieser ist unterkühlt wie ein eskimotischer Gefrierschrank. Anstatt endlich unsere atemberaubend sommerlichen T-Shirts zu präsentieren, verkriechen wir uns in unseren warmen Jacken. Dann erreichen wir nach einer gemütlichen Zugfahrt unser Reiseziel BERGAMO. Der bergamaskische Himmel ist schwarz wie die Augen eines feurigen Italieners, die Temperatur alles andere als warm. Nun, so haben wir uns das natürlich nicht vorgestellt. Pfui. Also muss eine Pizza her. Oder doch nur ein Salötli? Im Ristorante richten wir uns gemütlich ein zwischen kleinen Tischchen, klapprigen Stühlen, 3 Rucksäcken, 3 Koffern sowie einem Handtäschli. Wir feiern unsere Ankunft, indem jede von uns mit ihrem besten Italienisch aufwartet. Bis&#8230; bis dann der Kellner kommt und wir uns stumm geben wie drei kleine Fischchen aus dem Vierwaldstättersee. Wir müssen gestehen: Unsere Fremdsprache entspricht einem English-Italo-Streiflichter-Style, gespickt mit ein paar französischen Suppléments. Der Salat ist übrigens ausgezeichnet und zum Dessert werden wir mit einem Guezli belohnt.</p>
<h4>Die mit den Highheels durch den Hagel tanzen</h4>
<p>Der Zeitpunkt naht für die Inspektion unseres Hotels. 3 Rucksäcke, 3 Koffern und 1 Handtäschli wollen zum Hotel geschleppt werden. Mit dem ganzen Karsumpel quetschen wir uns durch das eng bestuhlte Restaurant, hinaus an die frische Luft. Zumindest ist das unser Plan. Raus? Ohalätz. Da draussen herrscht ja Winterstimmung! Weisse Strassen, schlitternde Autos und Highheels, die durch das glatte Weiss rutschen und ihre Besitzerinnen wie schwankende Wolkenkratzer beim Erdbeben aussehen lassen. Sind wir jetzt doch in der nördlichen Hemisphäre gelandet? Hat uns das schwarze Loch wie ein «Xi cc++-Teilchen» vom Cern in Oslo ausgespuckt? Nein. Denn der Kontrollblick von Conny hat ergeben, dass es einfach nur gehagelt hat, während wir frisch-fröhlich unser Salötli verschlungen haben. Tja, unser Ausland-Ausflug fängt ja wieder mal nach gewohnter Streiflichter-Manier an. So montieren wir also unsere Regenmäntel, balancieren uns und unser Hab und Gut durch die weissen, bergamotischen Hagelhaufen und sind froh, dass es nur noch ein Katzensprung ist bis zum Hotel. Die letzte scharfe Linkskurve noch, dann sagt unsere innere Navi-Stimme: «Sie haben ihr Ziel erreicht. Es liegt an einer ruhigen und nur beschränkt befahrbaren Strasse.» Sagt die innere Navi-Stimme. Vor unserem Hotel türmt sich jedoch eine riesige Baustelle, ohrenbetäubendes Presslufthammer-Getöse inklusive. So etwas wünscht man nicht einmal seiner ärgsten Feindin. Also schleppen wir unser Gepäck auf dem letzten Stück durch eine nicht definierbare Hagelkörner-Staub-Masse, die kalte Luft getränkt mit 120 Decibel.</p>
<h4>Beats und Checks</h4>
<p>Wir machen gute Laune zum bösen Spiel und treten ein in die Hotellobby: eine inszenierte Ruheinsel mit Loungemusik, angereichert mit gleichmässigen Presslufthammer-Beats. Wir Streifliechtli sind ja positive Gemüter. So sagen wir uns: Das ist Grund genug für ein «Hard-Core-Früh-Morgens-bis-spät-Nachts-Programm» in der Stadt, weit weg vom Presslufthammer-Getöse.</p>
<p>Wir deponieren unser Gepäck und nehmen die Erstbesichtigung des Ortes in Angriff. Nicht nur Skirennfahrer schwören auf Erstbesichtigungen der Rennstrecke, sondern auch unsere Conny, technisch assistiert von Irene. Als «Chief-Location-Check-Officers» legen die zwei Mädels auf diese Prozessphase äusserst grossen Wert. Das heisst: Check Licht, check Himmelsrichtungen, check Sonnenaufgang, check Mondaufgang, check Stadtkarte, check Sehenswürdigkeiten, check Strassen, check einfach alles. Karin ist mit all diesen Checks überfordert. Sie vertraut ihren versierten Freundinnen mehr als 100 Prozent. Ihr Spezialgebiet ist: Spontanaufnahmen. Was nützen all die Checks, wenns doch anders kommt? Glücklicherweise hat sie ihre Streifliechtli, denn sie würde wohl das halbe Fotoleben verpassen, würde nicht alles so auf Herz und Nieren gecheckt.</p>
<p>Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Wir hüpfen frühzeitig in die Federn, um dann das Taxi nicht zu verpassen, welches bereits schon um 5.30 Uhr morgens pünktlich vor dem Hotel steht.</p>
<h4>21-Stunden-Streifliechtli-Programm vom Feinsten</h4>
<p>Tag 2: Unser «Hard-Core-Früh-Morgens-bis-spät-Nachts-Programm» steht an. Will heissen: Wir rollen das Feld geografisch von oben auf – ohne Rollköferli – dafür mit dem ganzen Fotoequipment. Dämmerung auf dem Castello S. Vigilio um 6 Uhr, Morgenshooting in der Altstadt von Bergamo, Frühstück um 9 Uhr im Hotel, ausgedehntes Shopping (darf natürlich auch nicht fehlen), «Fresh up» im Hotel, Aufstieg zum Berg für das Abendshooting, feines Diner, Nachtshooting bis Lichterlöschen in der Stadt. Und die Liechtli von Milano müssen auch noch eingefangen werden. Um 1.30 Uhr fallen uns nach einem strengen Tag die Augen zu.</p>
<p>Et voilà: Die Zugfahrt am Tag 3 verläuft sehr ruhig – im Gepäck tolle Impressionen einer authentischen, lombardischen Stadt. Den NEAT-Eisenbahntunnel haben Conny und Karin auf der gemütlichen Rückfahrt übrigens verpasst. Irene hat währenddessen über ihre zwei Streifliechtli gewacht und dabei neue, abenteuerliche Ideen für den nächsten Streifzug gesammelt.</p>
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    <span class="qodef-btn-text">Galerie zu Bergamo anschauen</span>
    </a>
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		<title>Rom: veni, vidi, vici</title>
		<link>https://streiflichter.ch/blog-rom/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2017 18:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Reportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Street Photography]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit meiner Familie bin ich zum ersten Mal auf Entdeckungsreise in der italienischen Hauptstadt. Mein Fazit: Auch nach einem Jahr [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://streiflichter.ch/blog-rom/">Rom: veni, vidi, vici</a> erschien zuerst auf <a href="https://streiflichter.ch">streiflichter</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit meiner Familie bin ich zum ersten Mal auf Entdeckungsreise in der italienischen Hauptstadt. Mein Fazit: Auch nach einem Jahr Aufenthalt hätte man erst einen Bruchteil dieser grossartigen Stadt gesehen. Die Vielfalt an Kultur, Kunst, Geschichte und Architektur inmitten des pulsierenden, temperamentvollen Stadtlebens beeindruckt mich sehr.</p>
<p>Das Stadtzentrum finde ich wunderschön. Wahnsinn, diese antiken Kunstschätze, diese feudalen Kirchen und Monumente. Keine Betonklötze weit und breit, die Bauweise der Häuser sehr homogen. Und das organisierte Durcheinander in den Strassen und auf den Plätzen könnte ich stundenlang beobachten. Die Gelati &#8211; am liebsten Pistache und Walnuss &#8211; ist ein Hochgenuss. Die hausgemachten Kürbis-Ravioli mit Trüffelsplitter und feinstem Olivenöl werde ich wohl nie mehr vergessen.</p>
<p>Nachdenklich stimmt mich ein Disput, den ich aus nächster Nähe verfolge. Der dunkel- und der hellhäutige Mann streiten sich um den besten Platz in der Touristenmeile beim Trevibrunnen. Diese Auseinandersetzung zeigt mir:</p>
<blockquote><p>An einem Touristen-Hotspot gibt es meistens zwei Seiten: jene Menschen, die den Ort und den Moment unbeschwert geniessen und jene, die am gleichen Ort und zur gleichen Zeit ihr tägliches, bescheidenes Brot hart verdienen müssen.</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-15442" src="http://streiflichter.ch/wp-content/uploads/2017/10/streiflichter_KarinBrun17_Rom17-300x195.jpg" alt="" width="360" height="234" srcset="https://streiflichter.ch/wp-content/uploads/2017/10/streiflichter_KarinBrun17_Rom17-300x195.jpg 300w, https://streiflichter.ch/wp-content/uploads/2017/10/streiflichter_KarinBrun17_Rom17-600x391.jpg 600w, https://streiflichter.ch/wp-content/uploads/2017/10/streiflichter_KarinBrun17_Rom17-768x500.jpg 768w, https://streiflichter.ch/wp-content/uploads/2017/10/streiflichter_KarinBrun17_Rom17-1024x667.jpg 1024w, https://streiflichter.ch/wp-content/uploads/2017/10/streiflichter_KarinBrun17_Rom17.jpg 1920w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /></p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<a itemprop="url" href="http://streiflichter.ch/galerieseite/rom/" target="_self"  class="qodef-btn qodef-btn-large qodef-btn-outline"  >
    <span class="qodef-btn-text">Bildergalerie zum Beitrag anschauen</span>
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		<title>Rote Zipfelmützen am Chalandamarz</title>
		<link>https://streiflichter.ch/blog-chalandamarz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Karin Brun-Lütolf]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2017 16:28:43 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. März ist es bitterkalt in Sent (GR), die Wintersonne blinzelt durch Schneewolken. Von weit her ist leises Gebimmel der Kuhglocken zu hören, hie und da eine rote Zipfelmütze, aufgeregte Kinder, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern&#8230; Kribbeln liegt in der eisigen Engadiner Bergluft. Und dann: Bong, bong, bong. Die Kinder formieren sich, ziehen von Brunnen zu Brunnen, klöpfen mit Geiseln, schwenken ihre prächtigen Glocken und kündigen so singend den Frühling an.</p>
<p>&#8222;Chalandamarz&#8220; wird am 1. März in Teilen des Bündnerlandes gefeiert. Grund genug, die Kamera zu schnappen, &#8222;Schellenursli-Luft&#8220; zu schnuppern und dabei in Kindheitsträume zu versinken.</p>
<p>(Für die Streiflichter bloggt <a href="http://streiflichter.ch/karin-brun/">Karin Brun-Lütolf </a>)</p>
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